10 Schritte um die Kommunikationskanäle Social Media und eMail zu verbinden

Cross Channel Kommunikation

Anfang September hat in London die Silverpop Amplify EMEA 2015 stattgefunden. Dies habe ich zum Anlass genommen um hier eine kurze Zusammenfassung zu erstellen. Das Kernthema war Engagement und die Cross-Channel Kommunikation.

Der Begriff Cross Channel ist in aller Munde, es gab kaum ein Vortrag auf der diesjährigen Silverpop Amplify in London, ohne, dass über die Verschmelzung von Kanälen geredet wurde. Wo es unzählige Beiträge und Konzepte für die Social Media Kommunikation gibt, soll heute ein Silverpop-Leitfaden vorgestellt und erweitert werden, der die Kunden nicht nur optimal über Social Media erreichen will, sondern gleichzeitig die klassische eMail-Kommunikation mit einbinden soll. Denn eMail ist und bleibt zwar der präferierte Kanal für die meisten User, allerdings wird gleichzeitig immer stärker auf den vielfältigen Social Media Plattformen interagiert. Warum also nicht beide Kanäle miteinander verbinden, um die Vorteile der jeweiligen Kanäle zu verbinden? Im Folgenden finden Sie 10 Schritte für eine erfolgreiche Verschmelzung und eine optimale Ausschöpfung der beiden Kanäle.

1. Fügen Sie in Ihrer Facebook Fanpage ein eMail opt- in Formular hinzu

Nutzen Sie die Interaktion und hohe Reichweite Ihrer Facebook Page aus und fügen Sie ein benutzerdefiniertes Registrierungsformular hinzu. Der Nutzer muss hierzu die Facebook Page nicht verlassen, und kann sich auf Ihrer Fanpage für Ihre eMail-Kampagnen registrieren. Eine weitere Möglichkeit ist die Integrierung eines Registrierungsbuttons der zu Ihr Websiteformular führt, wo der User sich anmelden kann. So führen Sie den User direkt auf Ihre Website, allerdings auch weg von der Facebook Page. Sie können in einem A/B-Testverfahren ermitteln, welche der beiden Methoden zu mehr Erfolg führt.

 2. Benutzen Sie Facebook oder Twitter Newsfeeds um Ihre Opt- Ins zu promoten

Machen Sie aus den Inhalten Ihrer Mail einen Facebook Post. Zeigen Sie die Deals und interessante Newsletter-Artikel auf Ihrer Facebook Fanpage, damit die User wissen, was sie verpassen, wenn sie Ihre eMails nicht abonnieren.

3. Promoten Sie Ihre Social Campaigns in Ihren eMails

Nutzen Sie Ihre eMail Newsletters um Ihren Kunden zu vermitteln, was gerade auf Ihrer Fanpage oder Social Media Community angesagt ist und welche Kampagne gerade läuft. So können Sie die Reichweite Ihre Social- Media Kampagne erhöhen und die Inhalte teilen, damit Sie neue Fans für Ihre Fanpage gewinnen. So können Sie beispielsweise Ihre Facebook- Fans bitten, Selfies zu einem bestimmten Thema oder zu Ihrem Produkt auf der Facebook Page zu posten. Die besten Bilder können dann in der eMail gezeigt werden, um daraus individualisierten und kreativen eMail Content zu gestalten

4.  Re-posten Sie beliebten Social Media Content in Ihrer eMail

Ermitteln Sie welche Inhalte in Verbindung mit Ihrem Produkt am meisten geteilt werden. Die besten Inhalte können Sie dann auch außerhalb des Social Media Kanäle teilen, indem Sie den geteilten Inhalt in eine eMail einbauen und verschicken.

Beispiele für geteilte Inhalte können dabei sein:

  • Die beliebtesten Pins auf Ihren Pinterest Boards
  • Die Tweets die die meisten Retweets oder Favoriten erzeugt haben
  • Die Facebook Posts die am meisten geteilt oder kommentiert worden sind
  • Wählen Sie die Tweet bzw. Facebook- Kommentare von Kampagnen aus
  • Instagram Fotos von Kunden die Ihre Produkte benutzen oder zeigen

5. Positionieren Sie Ihre Social Icons , wo sie auch gesehen werden

Kein unwichtiger Faktor ist die Größe und Position Ihrer Social Icons in ihrer eMail. Damit die eMail Leser auch auf die Icons klicken, um auf Ihrer Social Media Page zu gelangen, sollten die Icons optimal positioniert werden. Sie können dabei wieder ein A/B-Test durchführen um die beste Klickrate zu ermitteln. Auch die Anordnung der Icons spielt eine wichtige Rolle. Je nachdem, welche Plattform am beliebtesten ist, sollte diese als erstes im Icon-Feld erscheinen.

6. Promoten Sie Ihre Social Media Plattformen in Ihren Onboarding eMails

Wenn Sie eine Serie von Onboarding eMails verschicken, dann fügen sie in dieser Serie außerdem eine extra eMail ein, die dazu einlädt sich mit ihnen auf der Social Media Plattform zu vernetzen. Wählen Sie z.B. 1-3 Plattformen aus, fügen Sie Bilder und Textmaterial ein, das neugierig darauf macht mit ihnen auf ihren Kanälen verbunden zu sein. Sollten sie keine Möglichkeit sehen noch eine extra Mail zu verwenden, dann wählen Sie eine extra Sektion in Ihrer Onboarding Page aus, um Ihre eMail Abonnenten dazu einzuladen sich mit ihnen über Social Media zu verbinden. Das Georgia Aquarium z.B. hat durch eine „connect via social“ Mail 22% mehr Follower erhalten.

7.  Setzen Sie Videos und Blogbeiträge in ihren eMails und Social Posts in den Vordergrund

Social Media bedeutet nicht nur Posts und Pins zu setzen. Promoten sie außerdem Ihre Blogeinträge  und Videokanäle, um ihren Traffic zu erhöhen, aber auch um vielfältigen Content für Ihre eMails zu generieren.

8. Erstellen Sie verrückte oder witzige eMails die, die Leute auf Social Media teilen wollen

Wenn Sie Ihre Social Media Fans kennen, dann können sie erahnen, welche Inhalte für ihre Community wichtig sind. Nutzen Sie dieses Wissen aus, indem Sie mit eMail Content experimentieren, dass dann auf Social Media weiter geteilt werden kann. Air New Zealand hat beispielsweise eine kreative eMail erstellt, indem zum einen interessante Informationen über den Reiseort beschrieben worden sind, zum anderen wurden z.B. Fotos der Reisecrew abgebildet, sowie die Flugnummer mit Abflug- und Anreisezeit. Die User haben diese Mail ausgedruckt und auf die Reise genommen, weil sie alle wichtigen Informationen enthielt. Außerdem wurden die Mails mit Freunden geteilt, so dass hier eine große Begeisterung des Aufbaus vorhanden war und zum anderen ist eine sehr große Social Media Reichweite der eigenen Marke erzielt worden.

9. Interessenten erreichen durch zusätzliche Funktionen

Wenn Sie ein Budget zur Verfügung haben um bezahlte Funktionen zu nutzen, so können Sie noch mehr Interessenten erreichen:

Facebook:

Die Zusatzfunktion Custom Audiences erlaubt es ihnen eine Excel Liste auf dem Facebook Server zu laden, indem bestimmte Kunden eMail-Adressen enthalten sind. Diese könnte z.B. alle eMail-Adressen enthalten, die in ihrer Unsubscribe-Liste sind.  Da sie ihre Kunden nicht mehr per eMail-Newsletter erreichen können, hätten sie nun die Möglichkeit, dass ihre Facebook Posts als Werbeanzeige angezeigt werden, vorausgesetzt der User verwendet dieselbe Facebook eMail-Adresse, die er auch ihnen zur Verfügung gestellt hat.

Twitter:

Twitter ermöglicht die Einbindung einer Lead Generation Card. Hiermit wird der Twitter Mitteilung ein Call to Action Button hinzugefügt. Klickt der User auf diesen, dann wird er zu einem Formular geführt- z.B. um sich für den Newsletter oder für einen Coupon einzutragen. Die Userinformationen werden dabei schon vorab von den Twitter-Informationen eingetragen, so dass kein Ausfüllen des Formulars notwendig ist (besonders praktisch bei mobilen Geräten). Mit nur einem Klick werden die Userdaten gespeichert. Diese können Sie dann als gesammelte Excel-Liste herunterladen um sie weiterzuverwenden, z.B. für Ihre eMail-Kampagne.

Mit diesen User-Informationen können Sie so die User ermitteln, die sich Ihrer Marke am stärksten verbunden fühlen, und sie z.B. belohnen oder stärker an ihre Marke anbinden, indem Sie ihnen z.B. attraktive Angebote oder individuellen Content zukommen lassen.

10. Laden Sie eMail-Unsubscribers ein Ihnen auf Social Media zu folgen

Unsubscriber wollen nicht unbedingt ganz den digitalen Kontakt mit Ihnen abbrechen. Bieten Sie ihnen auf der Unsubscriber Seite an, sich mit Ihnen auf Social Media zu verbinden. Auf diesem Wege verlieren Sie den Kontakt zu Ihrem Kunden nicht, und können ihn eventuell für zukünftige eMail-Kampagnen zurückgewinnen.

Zusammenfassung

Mit diesen 10 Punkten eröffnen Sie nicht nur einen weiteren Kommunikationskanal, Sie verbinden sie auch miteinander. 56% aller Customer Journey´s geschehen heute laut der Silverpop durch Multi-Channels oder Multi-Events. Digitale Kunden verbringen ebenso laut der Silverpop 16 Stunden in der Woche mit dem Konsum von digitalem Content.  Durch ihre Cross-Marketing Kampagnen können Sie den eMail- Content individualisieren. Sie lernen ihre Kunden durch die Social Media Aktionen kennen und können daraufhin Ihre eMail- Kampagnen ausrichten.  Durch das Heranziehen von Social Media Informationen und Aktionen können Sie individualisierte eMails kreieren, mit beliebten Posts oder angesagten Instagram Fotos oder Selfies. Sie können außerdem mit hypen, lustigen oder ungewöhnlichen eMail Texten experimentieren, wenn Sie durch das Social Media Ihre Fan Community kennen und gelernt haben, was sie anspricht, wenn Sie ihnen zukünftig eine Mail schreiben.

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