Selten versammeln sich so viele Gründer und Investoren an einem Standort wie letzte Woche vom 25. bis 27.09.  für das dreitägige Startup-Festival Bits & Pretzels in München. Unter den rund 5.000 Teilnehmern aus aller Welt haben auch wir uns von Profondo Reply gemischt und unsere Eindrücke wollen wir euch nicht vorenthalten.

Kick-Off war Sonntagvormittag im Kongresszentrum ICM mit der Begrüßung des Moderators Daniel Ramamoorthy und anschließender Ansprachen der Veranstalter Bernd Storm, Andreas Bruckschlögl und Felix Haas. Im Anschluss richtete auch Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner ihre Begrüßungsworte an die Teilnehmer des Gründerfestivals.

Bits & Pretzels

Humans love stories not data

Eine fulminante Eröffnungs-Keynote lieferte kein geringer als US-Schauspieler Kevin Spacey. Nach den Anekdoten seiner eigenen Lebensgeschichte und seinen Werdegang als Schauspieler widmete sich der Oscar-Preisträger, der selbst auch als Investor tätig ist, der Kunst des modernen Storytellings. Gemäß Spacey sollen Gründer eine überzeugende Geschichte erzählen können, um nicht nur Investoren sondern auch Kunden zu überzeugen. Ein weiteres Thema des Tech-Investors war Virtual Reality (VR). Der Visionär ist überzeugt, dass VR ein Game-Changer in allen Lebensbereichen sein wird. Die Art, wie Geschichten erzählt werden, werde sich grundlegend ändern. Allen voran prognostiziert Spacey VR dem Bildungswesen und der Medizin neue Möglichkeiten, nichts werde den Menschen mehr Einblick in neue Welten geben als die Technologie rund um die virtuelle Realität.

Data is the new Oxygen

“Data is the new oxygen. And oxygen is a dangerous substance.” war der Claim von Mitchell Baker. Die Executive Chairwoman von Mozilla gab den Konferenzteilnehmern eine Rede zu dem Thema Big Data und Cyber Security. Durch die digitale Vernetzung können bisher unsichtbaren Aktivitäten in Daten erfasst und messbar gemacht. Ohne Daten würden digitale Enterprises in der heutigen Digiconomy nicht lange überleben, sie brauchen Daten wie Sauerstoff zum Atmen.  Der Einsatz von Sauerstoff kann aber auch zu Schadenfeuer und zu Explosionen führen, so auch die Konzentration und falsche Verwendung von Daten. Im zweiten Teil ihrer Rede beschäftigt sich Baker mit der Sicherheitskette des Internet. Das Internet ist nicht so sicher wie es sein soll und appelliert an die Zuhörer das es unsere  gemeinsame Aufgabe ist die Glieder dieser Sicherheitskette zu füllen bzw. zu stärken.

Unternehmergeist und soziale Verpflichtungen

Highlight am zweiten Veranstaltungstag war der Besuch von Sir Richard Branson,  Unternehmer und Gründer der Virigin Group, der sich auf der Main Stage den Fragen der Tech-Journalistin Kara Swisher stellte. Auch wenn Branson den konkreten Fragen von Swisher teils ausgewichen ist, hat dieser den Jungunternehmern klar gemacht, dass Unternehmergeist nicht nur heißt stetig wirtschaftlich nach Innovationen und Veränderungen zu streben, sondern auch das Leben anderer Menschen besser zu machen. In diesem Zusammenhang hat Branson einige von ihm in die Welt gerufenen gemeinnützigen Projekte vorgestellt und lobte Deutschland für das Engagement zum Klimaschutz.

Bits & Pretzels

Weitere hochkarätige Redner auf der Main Stage waren auch Nathan Blecharczyk (Co-Founder & CTO Airbnb), Tony Fadell (Co- Creator von iPod), die Investoren der TV Show “Die Höhle der Löwen”, Judith Williams, Carsten Maschmeyer, Frank Thelen und Jochen Schweizer und viele weitere CEOs und Unternehmer.

Networking

Sehr übersichtlich fand ich die Aufteilung der ausstellenden Startups, Speeches und der Pitch Competitions in 6 Themen-Cluster: Future Commerce, Fast Mobility, Hot Lifestyle, Sophisticated IoT, Smart Company und Big Money. In den ersten zwei Veranstaltungstagen wurde ein buntes Programm an Workshops, Vorträgen, Panel-Diskussionen und Startup-Pitch Competitions geboten. Zum Nachmittag war das Weißbierkarussell Hotspot in der Ausstellungshalle, welches zum Networking zwischen den Vorträgen und Pitches einlud.

Nach zwei aufregenden Veranstaltungstagen gab es noch ein Konzert der Sportfreunde Stiller. Leider konnten wir dritten Tag zum Networking im Schottenhamel Festzelt auf der Wiesn nicht dabei sein, was unseren Eindruck jedoch nichts ab tat. Wir freuem uns schon auf nächstes Jahr.

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