Ich hatte da diesen Gedankengang, so ein „Was wäre eigentlich, wenn und dann, ginge auch das?“. Sie kennen das sicher. Der Gedankengang und mein Beispiel sind aus dem Versicherungsumfeld, aber das für Ihre Anforderungen zu transformieren sollten wir gemeinsam hinbekommen. Sprechen Sie mich einfach an.

Das Kerngeschäft einer Versicherung ist es, den Menschen ein Angebot zu machen, das diese nicht ablehnen wollen! Das ist natürlich leicht hingeschrieben, aber schwer rauszufinden. Gehen wir davon aus, dass in einer Versicherung das Digital Transformation Projekt richtig aufgesetzt wurde. Dann können Sie schon in einem frühen Stadium Online nutzen, um herauszufinden, wie dieses Angebot aussehen soll/muss.

Woher wissen Sie, was die Menschen wollen?

Wichtig an dieser Frage ist der Blickwinkel. Nicht was Sie wollen, sondern was sie wollen. Sie, diese wankelmütigen, wunderbar unberechenbaren, potentiellen Menschen/Kunden. Dazu ziehen Sie die Listen an Risiken aus der Schublade und legen Kundensegmente darüber. Und dann können Sie in ihrer Webanalytics nachsehen, ob Ihre Kunden in einem bestimmten Segment Interesse an der Absicherung dieses Risikos zeigen. Sie nutzen dabei Online als Testöffentlichkeit für die Klärung der Frage, ob prinzipiell Interesse an etwas besteht, egal ob Sie dieses Interesse später online oder offline bedienen werden. Das ist VIEL billiger als jede Umfrage oder sonstige Methode.

Das ist doch Contentmarketing!
Genau! Contentmarketing ist das Thema, in das laut einer Umfrage in den Marketingabteilungen in 2015/2016 am meisten Marketingbudget investiert werden soll. Denn man erkennt immer mehr, wie wichtig es ist, dass Sie entsprechend relevanten Content haben. Wenn Sie diesen erst erstellen müssen, dann nutzen Sie Ihre Kunden als Testpersonen dafür ob der Content gut ist. Wenn ihn Ihre Kunden nicht lesen, dann tun das die neuen Besucher eher auch nicht.

Die Todo-Liste

  1. Guten Content für ein potentielles Risiko bereitstellen.
  2. Relevanz des Contents testen.
  3. Zielgruppenspezifische Kampagnen schalten, die dieses Risiko bewerben.
  4. Kampagne in ihrer Webanalytics auswerten.
  5. Entscheiden ob sie ein neues Produkt oder ein erweitertes Produkt oder gar nix machen.
  6. Nächster Test.

Nicht vergessen!
Dazwischen kommt natürlich noch die Frage ob Sie dieses Risiko denn überhaupt versichern wollen/können/sollen? Das hängt aber auch ein bisschen davon ab, wie hoch das Interesse ist, nicht wahr? Und natürlich gehören dazu auch die Fragestellungen: online? / offline?, push? / pop?, zu Hause? / unterwegs? / bei Feunden? / in der Arbeit? / in ihrer Geschäftsstelle? / bei ihrem Makler? / bei einem Mehrwertvermittler? / beim Risiko?, etc..
Und da wir gerade dabei sind, also beim Risiko, davor oder danach (= dazwischen)?

Mut

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Nun kommen wir zum eigentlichen Ausgangspunkt für diesen Beitrag, meine Idee zu „Was wäre eigentlich, wenn und dann, ginge auch das?“:

Kann man als Versicherung ins Krankenhaus „gehen“, um jemand, dessen „Gips in Bein“ liegt, fragen, ob er für das nächste Mal lieber eine Zusatzversicherung nehmen wolle, damit der Hubschraubereinsatz von jemand anderes bezahlt wird?

Verrückt?
Wenn man da rausgeht, dann braucht man ein paar andere Ideen. Ein Themenfeld ist: „Wo biete ich die Versicherung an?“
Lebensversicherungen am Flughafen anzubieten ist spätestens seit Arthur Haileys Buch „Airport“ aus der Mode gekommen und zu Recht. Eine Abtransport Versicherung nach einem Skiunfall sollte man besser davor anbieten, aber warum nicht jemandem danach anbieten und das z.B. vor Ort im Hotel, oder der Skischule etc. Bitte verstehen sie mich nicht falsch, aber weitergedacht:

Am nächsten dran ist man im Krankenhaus!

Aber wollen die das? Keine Ahnung! Wie hoch ist das Risiko wenn man es einfach mal ausprobiert? Sie verteilen Kalender mit QR-Codes an die Krankenhäuser und testen mit dem Content, den Sie auf die Aktivierung der QR-Codes anzeigen. Testing ist der riskantere Weg, ja, aber die Versicherungswirtschaft hat so lange geschlafen, dass das jetzt eben nur noch mit Risiko aufzuholen ist! Sie können da nicht rausgehen, ohne zumindest ein bisschen nass zu werden, glaube ich.

Bitte
Eine Bitte habe ich zum Schluss: wenn Sie das ausprobieren, dann lassen Sie mich bitte wissen was rausgekommen ist! Es interessiert mich persönlich1).

Noch ne Idee
Sie versichern Risiken. Also weil jemand Risiken eingeht, können Sie ihre Produkte verkaufen. Am besten verkauft der, der seine Kunden versteht. Dazu müsste man evtl. auch selbst mal ein Risiko eingehen?

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1) Zitat von Emil Steinberger aus dem Polizeihauptwachtmeister Sketch 🙂

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