Keine erfolgreiche digitale Transformation ohne lückenlose Verfolgung der Customer Journey. Keine lückenlose Verfolgung der Customer Journey ohne Tracking von Webseitenbesuchen. Keine personalisierte Werbung ohne Tracking. Keine Akzeptanz für Tracking ohne personalisierte Werbung. Kein Tracking mit Ad-Blocking. Noch immer ist (Ad-)Blocking das „New Black“ und gehört auch nach neuesten Erkenntnissen weiter ganz selbstverständlich ins Repertoire von Internetnutzern. Auch wenn die aktuellste Messung des OVK zum Thema Ad-blocking einen Rückgang von auf dem Desktop geblockten Inhalte zeigt (statt 21,52% im letzten Quartal 2015 auf aktuell 19,43%), heißt diese Meldung gleichzeitig, dass noch immer knapp ein Fünftel der Internetnutzer über Werbeeinblendungen nicht erreichbar sind, dass noch immer die Customer Journey von knapp ein Fünftel der Internetnutzer lückenhaft bleibt und diese selbst für die am besten personalisierte Werbung unerreichbar sind, was sie wiederum umso kritischer jeglicher Werbeeinblendungen gegenüber werden lässt und den Druck auf Werbetreibende weiter erhöht.

Ad-Blocker im Social Monitoring

Wir haben uns die Fragen gestellt: wie selbstverständlich ist das Benutzen von Ad-blockern unter Internetnutzern? Wie emotional involviert sind sie in eine Diskussion über Ad-blocking? Denken sie überhaupt darüber nach oder springen sie einfach blind auf den neusten Zug zum Thema auf? Um dem nachzugehen, haben wir mit Hilfe des  Monitoringtools Ubermetrics Diskussionen rund um das Thema „Ad-blocking“ untersucht und müssen feststellen: ja, viele Internetnutzer tendieren bei der Entscheidung zwischen personalisierter Werbung und keiner Werbung mit Hilfe von Adblocking zu letzterem. Weil es noch immer zu viele schwarze Schafe unter den Werbetreibenden gibt und ihre Fehltritte noch immer  besser von Adblocking-Anbietern instrumentalisiert werden als das wirklich gute Werbung sich durchsetzen kann.

Allein in der letzten Woche gab es zum Thema Ad-blocking fast 3000 Beiträge im Netz (N = 2986, Untersuchungszeitraum 29.07.2016-05.08.2016), die wir über Monitoring einfangen und analysieren konnten – vor allem verbreitet über Twitter (siehe Abb. 1)

Abb. 1: Verteilung der Mediasegmente.

Abb. 1: Quellen zum Thema Adblock.

und allen voran Tweets über das von Windows 10 mitgelieferte Update des Plug-ins für Edge (siehe Abb. 2).

Abb. 2: Word-Cloud zum Thema Adblock.

Abb. 2: Word-Cloud zum Thema Adblock.

Fast zeitgleich verbreitet sich die oben genannte Studie zum Thema und alle zusammen sorgen für einen starken Anstieg des Mention-Volumens rund um den Anfang dieses Monats (siehe Abb. 3).

Abb. 4: Thema Adblock im Zeitverlauf.

Abb. 3: Thema Adblock im Zeitverlauf.

Ausgangspunkt sind überwiegend einzelne News, die dann über Twitter weiter verbreitet am Ende jedoch nicht mehr großartig diskutiert werden. Der in Abb. 4 gezeigte Pathfinder visualisiert wie viele (je größer eine Blase, desto mehr Beiträge wurden geposted) und wie Beiträge sich über verschiedene Mediasegmente verbreitet haben.

Abb. 4: Thema Adblock Pathfinder.

Abb. 4: Thema Adblock Pathfinder.

Die Spalte Comments, stellvertretend für weitere Diskussionen außerhalb von Tweets, weist nur noch wenig vernetzte Beiträge auf.

Doch unter den viralsten Beiträgen findet sich auch Gegenwehr und ein Aufruf zu besserer Werbung für die richtigen Personen: Influencer (vgl. Abb. 5).

Abb. 6: Kampf gegen Adblocingk vs. Influencer Marketing

Abb. 5: Kampf gegen Adblocing vs. Influencer Marketing.

Fazit

Und nicht zwangsläufig vollkommen, aber im Tenor passen wir uns in unserem Fazit dieser Aussage an. Viele Online Marketing und Targeting Messtools ermöglichen es uns den Erfolg von Kommunikationsmaßnahmen zu messen. Anscheinend führt die Messung nicht automatisch zu einer besseren Werbung! Gerade im Targeting vermisst man häufig ein Frequency-Capping und somit wird der Adressat mehr belästigt als beworben.

Die Analyse der Beiträge der vergangenen Woche hat gezeigt: bisher ist Werbung an vielen Stellen einfach zu simple oder einfach nervend.Während gute Werbung geliked wird oder weitere Verbreitung in den Social Media Kanälen findet, fördert schlechte oder nervende Werbung zum Einsatz von Ad-Blockern.

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